Ergebnisse aus 1.300 Bürgerbeteiligungen wurden in zukunftsweisende Projekte übersetzt

Das Förderprojekt Smart Cities hat den ersten Meilenstein erreicht: Der Rat der Stadt Menden hat im September die Smart City Strategie mit rund 20 Innovationsprojekten für die nächsten 5 Jahre verabschiedet. Im Mittelpunkt standen die Fragen „Was macht ein „smartes“ Menden 2030 aus? Wie nutzen wir die Fördergelder, um Menden mit greifbaren Digitalprojekten lebenswerter und nachhaltiger zu machen?“. Um dies zu beantworten, setzte das Team der mendigital auf umfassende Bürgerbeteiligung: Zunächst wurden Bedürfnisse und Probleme abgefragt, anschließend passende Projektideen und Lösungen abgeleitet. Die Themenfelder waren dabei vielfältig: Wie sieht Mendens Mobilität in 2030 aus? Wie können wir (lebenslanges) Lernen noch besser machen? Wo kann Digitalisierung helfen, Ehrenamt zu fördern?

Die Eckdaten zur Strategie können sich sehen lassen: In nur 6 Monaten wurden über 1.300 Bürger und knapp 100 Experten aus Menden sowie aus anderen Städten, Wirtschaft und Forschung eingebunden. Dieser Blick über den Tellerrand ermöglichte es, Mendener Herausforderungen in rund 250 Projektideen zu übersetzen. Für ihr Leben in 2030 waren den Mendenern dabei die Themen „Umwelt“, „Gesundheit“ und „Mobilität“ besonders wichtig. „Eine spannende Erkenntnis war auch, dass wir in Menden viel mehr tolle Angebote haben, als die Leute kennen. Digitalisierung soll auch Erlebnisse bzw. städtische Angebote besser auffindbar machen – vom schönsten Wanderweg bis hin zum Spielnachmittag für Kleinkinder muss alles mit 3 Klicks erreichbar sein“, so Robin Eisbach, Projektleiter und Geschäftsführer der mendigital.

Den roten Faden der Smart City Strategie bildet die Vision „Das neue Wir“: In einer intelligenten Stadt geht es darum, Menschen zu vernetzen, Gemeinwohl zu stärken und dabei neue Möglichkeiten der Digitalisierung geschickt einzusetzen. Um das zu erreichen, wurden rund 20 Projekte ausgewählt, die bis 2026 umgesetzt werden sollen. Dabei wurde die Sicht von Bürgern, Experten und Politik gleichermaßen einbezogen: „Unser Ansatz der 360° Beteiligung war durchaus ambitioniert, dafür treffen unsere Projekte den Nerv der Mendener und haben die nötige ‚Bodenhaftung‘. Wir bedanken uns bei allen fürs Mitmachen!“, so Karin Glingener, Digitalisierungsbeauftragte der Stadt Menden.

Am 21.9. wurde die Strategie – nach einer Vorstellung in verschiedenen Fachausschüssen – durch den Stadtrat verabschiedet. Damit ist der Zugriff auf die Fördergelder bis 2026 gesichert. „Das Team hat trotz Corona viele Menschen eingebunden und innovative Ideen entwickelt – mit so einer Geschwindigkeit hätte ich vorher nicht gerechnet. Nun heißt es aber weiterhin ‚Ärmel hochkrempeln‘, um den ambitionierten Fahrplan umzusetzen“, so Stefan Weige (FDP), Vorsitzender des Digitalisierungsausschusses, der die Strategie gemeinsam mit einem fraktionsübergreifenden Arbeitskreis begleitet hat. Auch Bürgermeister Dr. Roland Schröder freut sich über die anstehenden Zukunftsprojekte: „Mir war besonders wichtig, dass wir Themen anpacken, die ‚echte‘ Mendener Bedürfnisse adressieren. Das haben wir gemeinsam mit der Stadtgesellschaft erreicht und das Schlagwort „Digitalisierung“ in greifbare Projekte für uns übersetzt“.

Im nächsten Schritt steht nun die Umsetzung an: „Wir als mendigital haben dabei das Credo ‚kein Projekt alleine‘ – die Themen können nur erfolgreich werden, wenn die kommunale Familie gemeinsam anpackt. Wir haben schon viele Partner an Bord, freuen uns aber über jeden, der uns mit Expertise oder seinem Netzwerk unterstützt.“, so Eisbach. Weitere Informationen und die gesamte Strategie inkl. weiterer Zukunftsbilder zum „Menden 2030“ können unter www.mendigital/strategie abgerufen werden. Am 31.10. ist das mendigital-Team außerdem auf dem Elektromobilitätstag der Stadtwerke mit einem Stand vertreten und freut sich auf den Austausch.